Anreise & Mexico Teil 1

So, wir sind aktuell in Bacalar und haben vorerst die letzte Nacht in Mexico vor uns. Dies ist ein guter Anlass um einen kleinen Report über die bisherigen Erlebnisse zu verfasssen.

Anreise nach Mexico

Ready for takeoff?

Wir sind mit Eurowings für etwas mehr als 350 EUR p.P. vom Flughafen Köln/Bonn nach Cancún geflogen. Der Flug ging etwa 11-12 Stunden und war Dank der Holzklasse in einem Billigflieger nicht sonderlich angenehm, jedoch erträglich. Der Grenzübergang nach Mexico verlief problemlos. Da wir nichts zu deklarieren hatten (einfach dem grünen Ausgang folgen, roten Knopf drücken und hoffen, dass das grüne Licht angeht => keine Kontrolle), musste das Gepäck auch kein zweites Mal durch die Kontrolle; die Stichprobenkontrollen haben uns ebenfalls nicht erwischt.

Direkt am Ausgang des Gates befindet sich ein ADO-Schalter, an dem man problemlos auch ohne Spanischkenntnisse ein Ticket kaufen kann. Die Tickets lassen sich übrigens auch online vorab bestellen – zum Teil mit 50% Rabatt – vorausgesetzt man verfügt über eine inländische Kreditkarte. Kurz gesagt: ein Privileg für Einheimische. Der Mann am Schalter verstand zudem nicht, was eine VISA-Karte ist. Die Bezeichnung „Credit Card“ ermöglichte dann doch den Kauf eines gültigen Fahrscheins. Um nach Tulum zu kommen ist ein Umstieg in Playa del Carmen notwendig. Ein Ticket direkt nach Tulum konnte uns der Herr nicht verkaufen, sodass wir zunächst eins nach Playa del Carmen für ca. 8 EUR p.P. gekauft haben.

Nach dem Ticketkauf ging es zum ersten mal an die frische Luft. Direkt auf der rechten Seite ca. 50 Meter weiter befindet sich die Busstation. Am Busstand 5 wartete bereits der Bus nach Playa del Carmen. Wir stiegen ein und fuhren einige Minuten später los. Der Bus fuhr ein weiteres Terminal und 1-2 kleinere Stationen ab, bevor es weiter ging. Ungefähr zwei Stunden später sind wir in Playa angekommen.

Am Bahnhof in Playa haben ging es nach einem erneuten Ticketkauf direkt weiter nach Tulum in einem etwas dreckigeren aber günstigen Bus (ca. 4 EUR p.P.). Die Busse fahren zumindest die bereits erwähnten Strecken sehr regelmäßig ab. Da sich die Wartezeit aber in der Gesamtheit auf maximal 10 Minuten belief, haben wir zudem vermutlich etwas Glück gehabt.

Tulum

Akumal, Mexico

Angekommen in Tulum. Aktuelle Reisezeit inkl. Autobahnstau, Flugzeit, Busfahrtzeit und diversen Wartezeiten: >20 Stunden. Gut, dass das Hostel bereits vorab gebucht worden war. Für ca. 20 EUR die Nacht wurde uns ein Zimmer mit eigenem Bad im Indajani Hostel im Herzen der Stadt zur Verfügung gestellt. Das Hostel war recht gemütlich und ansonsten der Preisklasse vermutlich angemessen.

Nach einer aufgrund des Jetlags kurzen Nacht ging es in die Zona arqueológica de Tulum. Es handelt sich hierbei um mit am besten erhaltene Maya-Bauten, die sich direkt an der Küste befinden. Danach hat es uns auf einen Strand in der Nähe der Zona verschlagen. Aber seht selbst..

Am zweiten Tag wollten wir zunächst nach einem Gespräch mit einem Kellner im Restaurant eine der unzähligen Untergrund-Cenoten in der Umgebung besuchen. Dieser Plan wurde am Abend nach einer Unterhaltung mit Abahamamama-Steffen 🙂 verworfen. Stattdessen folgten wir der Empfehlung von Steffen und landeten am Schildkröten-Strand in Akumal. Mit einem Collectivo aus Tulum ist Akumal relativ schnell und günstig zu erreichen. Dort angekommen, folgt man der Hauptstraße in Richtung des Strandes. Hier ist wichtig zu wissen, dass man getrost an allen Info-Ständen, die einem jegliches Zeug mit unterschiedlichsten Maschen (ganz hoch in den Top 5: „I bet 50MX$ that you won’t rent any equipment from us!“ 😉 ) verkaufen bzw. vermieten möchten, vorbei laufen kann. Man braucht keinen Guide für 300-500MX$ etc., da die Schildkröten unter Wasser auch so relativ einfach zu finden sind. Des Weiteren gibt es dort auch kein Verbot fürs Schnorcheln ohne Schwimmweste – dies steht an manchen Schildern, die sich hinter den Leuten, die einem ebendiese vermieten möchten, befinden.

Die Schildkröten sind riesig und verängstigen einen hin und wieder, wenn sie sich plötzlich ruckartig nach oben bewegen um Luft zu holen. Zudem haben die ungerne jemanden vor der eigenen Nase und drehen sich schnell weg, um im Notfall einen Fluchtweg zu haben. Wir begaben uns abwechselnd ins Wasser um die faszinierenden Tier beobachten zu können. Die Suche dauerte in der Regel nur wenige Minuten. Mit etwas Glück entdeckt man sofort selbst eine Schildkröte, ansonsten einfach nach den Menschen Ausschau halten, die um die Tiere schnorcheln. Ein weiterer Tipp: Der frühe Vogel fängt den Wurm – ab 12 Uhr wird der Strand recht voll (erst Recht in der Hochsaison). Hier ein paar Impressionen von dem schönen Tag..

Bacalar

Lagune der sieben Farben, Bacalar, Mexico

Am Tag darauf ging es mit einem Bus nach Bacalar. Dies ist eine Stadt an der sogenannten Laguna de los Siete Colores (dt. Lagune der sieben Farben). Die Lagune wird aus mehreren unterirdischen Flüssen, Seen und offenen Cenoten mit frischem Wasser versorgt.  Mit den Farben sind eigentlich sieben verschiedene Blautöne gemeint, die je nach Lage und Lichteinfall zu sehen sind. Ehrlicherweise haben wir keine sieben Farben bzw. Farbtöne unterscheiden können ;). Schick anzusehen ist die Lagune dennoch.

Am ersten Tag sind wir zur 5 Kilometer entfernten, offenen Cenote Azul gelaufen. Das Wetter spielte nicht mit und die Cenote selbst war nichts Außergewöhnliches.

Am darauffolgenden Tag sind wir auf einen Tourvermittler gestoßen, der uns eine ökologische Tour auf einem Segelboot verkauft hat. Der Versuch zu handeln scheiterte am Mitleid für den Tourvermittler, der uns schilderte, wie viel seine Provision betrug und, dass es nur bei dieser einen Spielraum gäbe. Er war bereit uns einen Nachlass zu geben, dieses Angebot haben wir dann doch abgelehnt – gute Menschen halt. So buchten wir die Tour für ca. 20 EUR p.P. und fuhren mit einem Taxi zu der Anliegestelle. Dort erwartete uns bereits Captain Luis und sein Helfer Ramiro. Da sich bis dahin insgesamt neun Leute für die Tour angemeldet haben (eine mexikanische Familie und wir), durften wir mit dem größten Seegelboot namens „Gabriela“ mitfahren. Luis kommt aus Argentinien und lebt seit einiger Zeit in Mexico. Er spricht sehr gutes Englisch und hat sich immer wieder Zeit für uns genommen – auch wenn wir, nicht-spanisch-sprechende Touristen, in Unterzahl waren. @Luis: Thanks for that, bro! 🙂

Die Tour ging zunächst zum Canal de los Piratas. Dort angekommen haben wir uns mit dem Schlamm eingeschmiert und es eine Zeit einwirken lassen 😉 Als die Haut weich wurde, sind wir in Richtung der Black Cenote gesegelt. Es handelt sich hierbei um eine Cenote südlich von Bacalar, die nur mit einem Boot erreichbar ist. Das „Black“ in dem Namen ist nicht unberechtigt: Die Cenote ist an manchen Stellen ca. 200 Meter tief und hat deshalb eine schwarze Farbe (Absorption des Lichtes und so^^). An den Rändern ist recht flaches Wasser, ein Meter weiter geht es dann 180 Meter vertikal in die Tiefe. Nach dem Schnorcheln an den Rändern der Cenote sind wir zu einer sogenannten Vogelinsel gesegelt, die von Korallen umgeben sind. Korallen im Süßwasser anzutreffen ist laut unserem Guide ein recht seltenes Vergnügen und kommt an nur wenigen Stellen auf der Erde vor.

Bacalar an sich stellte sich verglichen mit dem Aufenthalt in Tulum als eine etwas teuerere Stadt heraus. Dies betraf das Essen, die Ausflüge, die Unterkunft sowie alles andere. Warum das so ist, konnten uns auch die Leute dort nicht erklären. Logisch erschien es nicht – es sind sehr wenige ausländische Touristen dort und es war keine Hochsaison. Aber evtl. hat einer von euch eine Ahnung ^^

P.S.: Oben erwähntes Datum ist nicht mehr korrekt, die Erstellung des Eintrages hat länger gedauert als erwartet. Wir sind aktuell auf Caye Caulker, Belize 🙂

Peace & bis demnächst.

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2 Antworten

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