Chile

Chile ist eines der reichsten Länder Südamerikas. Einigermaßen gute Unterkünfte sind im Allgemeinen verglichen mit dem Rest Südamerikas recht teuer. Lediglich Dorms, in den wir aber nicht übernachtet haben, waren erschwinglich. Auch beim Essen spiegelte sich der hohe Lebensstandard wieder. Sowohl die Essenseinkäufe im Supermarkt als auch das Essengehen war ebenfalls verhältnismäßig teuer. Wir haben die Zeit in Chile recht ruhig und ohne große Ausflüge bzw. Unternehmungen verbracht.

San Pedro de Atacama

Am Ende der Salar de Uyuni Tour in Bolivien wurden wir in der Nähe von San Pedro de Atacama, Chile abgesetzt. Die Fahrt mit einem Bus dauerte ca. eine Stunde. Der Grenzübertritt bzw. die Einreise nach Chile findet interessanterweise kurz vor der Stadt statt. Da wo oft Stacheldrahtzaun und Männer mit Gewehren stehen, war höchstens ein Busfahrer, der freundlich in Richtung der Passkontrolle zeigte. Nach der etwas panikartigen Entsorgung der letzten Koka-Blättern und weiteren Nuss-ähnlichen Früchten (die Einfuhr davon ist verboten und wird angeblich gerade bei Ausländern hart geahndet) und der eher oberflächlichen Gepäckkontrolle, ging es mit einem neuen Passport-Stempel in die Stadt.

San Pedro de Atacama ist eine relativ teure, sehr touristische Kleinstadt. Sie rangiert auf Platz drei der touristischsten Städte Chiles (hinter Easter Island und Torres del Paine). Die Stadt wird als Start für verschiedene Touren, wie z.B. nach Salar de Uyuni und in den Nationalpark, genutzt. Wir fanden ein teures Doppelzimmer und blieben dort lediglich eine Nacht. Der Trubel wurde uns zu viel und von Ausflügen in die Berge hatten wir genug (diese ähneln dem bereits Erlebten sehr), also ging es am Tag darauf für kleines Geld in das 1,5 Stunden entfernte Calama. Rückblickend kann man sagen, dass der Reflex diesen Ort zu verlassen evtl. zu voreilig war. Auf Wikitravel sind einige Destinationen aufgezählt, die sehr interessant aussehen, wie z.B. Puritama. Tjo, man kann ja nicht alles haben ^^

Calama

Calama

In Calama stand die weltweit größte offene Kupfermiene namens Chuquicamata auf dem Plan. Leider fanden wir heraus, dass die Miene für Besucher seit kurzem für einen unbestimmten Zeitraum geschlossen ist (Stand Dezember 2017). Die Emails an das für die Führungen verantwortliche Unternehmen blieben unbeantwortet. Also haben wir die Zeit mit Spaziergängen durch die Stadt und die riesigen Malls sowie Bowling – endlich mal eine „normale“ Aktivität – totgeschlagen.

Wir wurden auch mal wieder von einer Einheimischen darauf hingewiesen uns in einem bestimmten Teil der Stadt nicht aufzuhalten. Es ging dabei um die Gegend rund um den Busbahnhof. Wir wollten uns lediglich nach Tickets erkundigen. Die zahnlose Frau bat uns in gutem Englisch ihren Begleitservice für die Fortsetzung der Route an. Wir lehnten es ab, kehrten um und fanden die Tickets an einer anderen Stelle.

Antofagasta

Antofagasta

Nach Calama ging es mit einem Bus für umgerechnet ca. 13 EUR p.P. nach Antofagasta. Dort haben wir ein Apartment namens Tempora Apart Hotel mit einem Balkon, einem schönen Blick über die Stadt und dem Highlight in Form einer piependen Waschmaschine für ca. 40 EUR/Nacht gegönnt 😉 In der Nähe waren mehrere große Supermärkte zu finden. Also wurde mehrmals gekocht und endlich „normal“ gefrühstückt.

Antofagasta erinnert etwas an Lima, Peru. Die Stadt liegt zwischen dem Meer auf der einen und den Bergen/Hügeln auf der anderen Seite. An manchen Stellen ist diese nur wenige Hundert Meter breit. Durch die Tatsache, dass Antofagasta so lang gezogen ist, kann die Fahrt von einem Ende zum anderen sehr lange dauern und einige Tausend Pesos kosten.

Irgendwann haben wir uns Fährräder für einen Tag gemietet und sind zum ca. 25 Kilometer entfernten Naturmonument La Portada geradelt. Die Strecke dorthin führt entlang der Küste und ist für Fahrräder sehr gut ausgebaut. Hin und wieder kommt man an etwas schäbigen Gegenden und Slum-artigen Zelten an der Küste vorbei. Hier haben wir dann etwas mehr aufs Gas getreten 😉 Ansonsten ist die Strecke sehr schön. Das Monument und der Park drumherum mit diversen Vogelarten ist sehr schick anzuschauen. Leider darf man den Strand bei La Portada nicht betreten. Nur die Mitarbeiter des Parkes dürfen heruntersteigen.

Santiago de Chile

Santiago

Von Antofagasta ging es mit einem Flugzeug für ca. 40 EUR p.P. nach Santiago de Chile. Die erste Nacht haben wir Dank Fake-News aus dem Internet auf dem Flughafen verbracht. Diverse Blogs schreiben nämlich, dass es sehr schwierig sei nachts vom Flughafen in die Stadt zu kommen. Zumindest jetzt ist es kein Problem mehr. Die Busse fahren in einer guten Taktung den Busbahnhof in Santiago an. Von dort aus kann man mit der U-Bahn, dem Bus oder mit dem Taxi für relativ kleines Geld alles erreichen. Nach der kalten und unbequemen Nacht ging es zu unserem Apartment in Santiago. Dort verbrachten wir lediglich eine Nacht bevor es weiter ging.

Leider konnten wir an dem Tag aufgrund von Wahlen, die uns irgendwie die ganze Zentral- und Südamerika-Reise verfolgen, nicht all zu viel unternehmen. Fast alles hatte zu und es wurde wie üblich nirgends Alkohol verkauft 🙂 Dafür wurde auf den Straßen abends mit Autokorsos wild gefeiert.

 

Warum Santiago?

Wir haben von hier aus den günstigsten Flug in ein beliebiges Land ohne Visumspflicht nach Asien gebucht. Es ist Südkorea geworden. Keiner von uns war jemals dort, also warum nicht!? Der Flug ging über Madrid, Spanien mit den Fluggesellschaften Latam und Korean Air für ca. 539 EUR p.P. Beide Airlines bzw. die Interkontinentalflüge waren sehr gut. Das war nach den Billigairlines mit dem in der Regel unfreundlichen Personal, den Verkaufveranstaltungen und dem überteuerten und schlechten Essen eine willkommene Abwechslung. Nach einer Gesamtreisezeit von ca. 35 Stunden sind wir gesund und munter im verschneiten und kalten Seoul in der Vorweihnachtszeit angekommen.

So, Ende Gelände ^^

Gruß aus Kambodscha

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1 Antwort

  1. 1. Mai 2018

    […] Chile […]

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